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Ultras : Gute oder schlechte Fans ?

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Fonzie
Weltmeister
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Anmeldungsdatum: 02.07.2004
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BeitragVerfasst am: 20 März 2012 13:58   Titel: Antworten mit Zitat

Hier der Artikel aus der NZZ vom November, den ich gestern angesprochen hatte:

In den Stadien auffällig unauffällig

Rechtsextremismus im deutschen Fussball wurde gerne auf eine Erscheinung im Osten des Landes reduziert – als Problem unterklassiger Klubs in maroden Stadien. Regen Zulauf verzeichnet aber ausgerechnet der Bundesliga-Leader Dortmund.

Kaiserslautern und 1860 werden dort ebenfalls kurz angerissen. Beim FCK hat sich das ja auch gerade wieder bewahrheitet. Zum Naziproblem bei 1860 war gestern auch ein Bericht in der SZ:

Eindringlinge in Block 132

Bis zu 100 Rechtsextreme und stadtbekannte Neonazis versammeln sich bei den Heimspielen des TSV 1860 München im Block 132 der Arena. Erstmals gehen nun die Verantwortlichen des Klubs das Problem offensiv an. Auch die 1860-Ultras unterstützen die Aktion, um "arglose Fans vor dem Einfluss der Nazis zu schützen".

Sensibilisiert vielleicht den einen oder anderen hier für die Thematik. Nur weil keine Affenlaute mehr zu hören sind, ist rechtes Gedankengut leider nicht automatisch auch aus den Stadien verschwunden.[/i]
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I once was cool as the Fonz was //But these bright lights turned me to a monster
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Megget
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Anmeldungsdatum: 23.07.2006
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Wohnort: Hannover
BeitragVerfasst am: 23 März 2012 11:15   Titel: Antworten mit Zitat



Ist mal wieder ein typisches Beispiel:
Da sind ein paar Idioten dabei, aber am Ende werden auch viele Untschuldige, die einfach zur falschen Zeit am falschen Ort waren, mit bestraft.
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Hey FC Union, stürme hinaus,
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Fonzie
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Anmeldungsdatum: 02.07.2004
Beiträge: 7514
BeitragVerfasst am: 23 März 2012 12:54   Titel: Antworten mit Zitat

Es werden doch nur 10 Leute bestraft, wenn ich das richtig verstehe. Deswegen ist mir nicht klar, wer die vielen Unschuldigen sind, die mitbestraft werden.

Dazu kommt die Tatsache, dass in der Stellungnahme nicht einmal behauptet wird, diese hätten nichts getan. Stattdessen geht es um irgendwelches juristisches blabla und es wird der Teufel an die Wand gemalt.

Wenn man das mal hinsichtlich der üblichen "Rhetorik" dieser Stellungnahmen hinterfragt, werden diese 10 Leute vermutlich irgendwas gemacht haben, sonst würde in der Stellungnahme sicherlich mehrere Absätze auf das "unprovozierte" oder "unreflektierte" Verhalten des Vereins eingegangen...
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Gast





BeitragVerfasst am: 23 März 2012 13:03   Titel: Antworten mit Zitat


Fonzie hat folgendes geschrieben:
Dazu kommt die Tatsache, dass in der Stellungnahme nicht einmal behauptet wird, diese hätten nichts getan. Stattdessen geht es um irgendwelches juristisches blabla und es wird der Teufel an die Wand gemalt.


Bei dem "juristischen Blabla" geht es darum, dass diese Personen bis jetzt nicht nachweisbar aufgefallen sind. Wenn es nicht einmal eine Strafanzeige gibt, braucht es die Behauptung "diese hätten nichts getan" gar nicht mehr, das ist dann schon als Tatsache in dem Statement enthalten.
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Fonzie
Weltmeister
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Anmeldungsdatum: 02.07.2004
Beiträge: 7514
BeitragVerfasst am: 23 März 2012 13:12   Titel: Antworten mit Zitat


rauuul hat folgendes geschrieben:
Bei dem "juristischen Blabla" geht es darum, dass diese Personen bis jetzt nicht nachweisbar aufgefallen sind. Wenn es nicht einmal eine Strafanzeige gibt, braucht es die Behauptung "diese hätten nichts getan" gar nicht mehr, das ist dann schon als Tatsache in dem Statement enthalten.


Die Logik verstehe ich nicht. Der Verein hat im Einklang mit der Polizei und Stadt laut NDR Verbote gegen 13 identifizierte Leute (ich nehme mal an aufgrund von Videoaufnahmen o.ä.) Leute diese Verbote erlassen. Das passiert aus sicherheitsrechtlichen Bedenken und ist für mich auch so erst mal nachvollziehbar.

Ob sie vorher schon einmal aufgefallen sind ist doch in diesem Punkt völlig sekundär. Und auch die Frage nach der Strafanzeige verstehe ich nicht. Es geht um Stadionverbote, nicht um Gefängnisstrafen.
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Gast





BeitragVerfasst am: 23 März 2012 13:16   Titel: Antworten mit Zitat

Wieso denn "vorher"? Diese Leute sind überhaupt nicht aufgefallen. Da geht es nicht um ein konkretes Ereignis oder Videoaufnahmen von einem solchen.
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Fonzie
Weltmeister
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Anmeldungsdatum: 02.07.2004
Beiträge: 7514
BeitragVerfasst am: 23 März 2012 13:17   Titel: Antworten mit Zitat

Es geht doch vermutlich um diese Verbote?
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Gast





BeitragVerfasst am: 23 März 2012 13:20   Titel: Antworten mit Zitat

Und um das mal festzuhalten: Kein Verein der Welt hat ein Interesse daran gute Kunden willkürlich auszusperren!
Die Motivation zu diesem Schritt ist von Vereinsseite dennoch gegeben, also macht es maximal Sinn für Unschuldige zu votieren und nicht gegen die Sache selbst!
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Gast





BeitragVerfasst am: 23 März 2012 13:27   Titel: Antworten mit Zitat

Den Artikel finde ich schwammig. Da steht nicht wo und und bei was diese Leute "identifiziert" wurden. Wenn sie doch als "Gewalttäter identifiziert wurden", wieso gibt es dann kein Strafverfahren?
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Gast





BeitragVerfasst am: 29 Sep 2012 14:26   Titel: Antworten mit Zitat

Okay, dann also hier


Fonzie hat folgendes geschrieben:

Xanus[uh] hat folgendes geschrieben:
Wo bitte ist das Problem? Ich denke jeder Fan möchte lieber in einem Ausverkauften Stadion sein, anstatt dass 20.000 Plätze leer bleiben, weil die lieber zu Hause vorm TV hocken. Da ist nix verwerfliches bei?!


Gottseidank haben wir endlich die Ultras, die gegen den TV-Wahn ankämpfen. Seit Fußball im Fernsehen übertragen wird, sind die Zuschauerzahlen in den Stadien wirklich eingebrochen. Und mit den Jahren, in denen die TV-Berichterstattung ausgeweitet wurde, gingen sie immer weiter zurück.

Gehört aber eigentlich auch eher in den Ultrathread als hier rein.


Das mag sicherlich für den Samstag Nachmittag stimmen. Allerdings sind die Sonntagsspiele um 17.30Uhr und auch das Freitagsspiel um 20.30Uhr total daneben. Mit Abstrichen auch das Samstagsspiel um 18.30Uhr, was je nach Entfernung, auch undankbar sein kann.
Und es ging halt bei der Umstellung der Anstoßzeiten halt darum, die TV Rechte besser vermarkten zu können, da man den ganzen Spieltag etwas auseinander zieht und sich somit erhofft hat, mehr Zuschauer zu erreichen. Leider standen damals die Fans halt im Hintergrund. So ist es halt so, dass 96 Sonntags um 17.30Uhr in Sinsheim spielen muss, ohne danach zurück nach Hannover zu kommen, weil keine Züge mehr fahren.
Gibt sicherlich noch viel mehr Beispiele. Das Freitagabendspiel ist doch für wirklich die meisten Auswärtsfans absolut undankbar, dafür kann "Fan" zu Hause sich aber schön vor die Glotze hocken und das Spektakel gucken...
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shirb
Europameister
Europameister 

Anmeldungsdatum: 02.07.2007
Beiträge: 4457
Wohnort: Karlsruhe
BeitragVerfasst am: 29 Sep 2012 17:38   Titel: Antworten mit Zitat

Da ich an Wochenenden zumeist arbeite bin ich unheimlich froh, dass es auch am Freitag ein Spiel gibt. (Das Montagsspiel in der zweiten Liga ist noch schöner)
Finde ich so persönlich viel besser. Es ist doch fairer, wenn es auch ab und an Spiele gibt, die terminlich zwar für viele ungünstig liegen, aber man somit zumindest auch den Leuten mal die Möglichkeit gibt ins Stadion zu gehen, für die Samstag/Sonntag Nachmittag nicht passt. (ja ich weiß, das ist nicht der Grund fürs Freitagsspiel...^^). Aber die auseinandergezerrten Anstoßzeiten haben durchaus auch was Positives.
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<- shirb aka -M2-
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BeitragVerfasst am: 10 Apr 2013 17:32   Titel: Antworten mit Zitat

Fanszene Hannover organisiert Typisierungsaktion vor Spiel gegen Bayern München

Umso sprachloser macht es mich, dass Sonntag eine Vollhonks im Stadion "Ultras raus" gerufen haben...
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Alo Atog
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Beiträge: 17727
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BeitragVerfasst am: 11 Apr 2013 11:40   Titel: Antworten mit Zitat

Das einige Fans "Ultras raus" gerufen haben hängt vermutlich damit zusammen, dass die Ultras dem von Kind gut aufgebauten Image von Hannover zuletzt immer wieder massiv geschadet haben!

Was so eine Aktion daran jetzt ändern soll versteh ich aber nicht. Sie hat ja auch nichts mit dem Fußball oder Hannover 96 zu tun. Also warum sollte das irgendwelche Auswirkungen auf die berechtigte Meinung der anderen Fans haben?
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*Sancho*
Moderator
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Anmeldungsdatum: 15.07.2011
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Wohnort: Regensburg
BeitragVerfasst am: 11 Apr 2013 15:06   Titel: Antworten mit Zitat

BTW:
Warum wird eigentlich, wenn es positives zu berichten gibt so getan als wäre Fanszene = Ultras, bei negativen Dingen hingegen bekommt man immer wieder eingeprügelt, dass man da diversifizieren muss...

Nichts desto trotz ist die Aktion natürlich gut - unabhängig davon ob sie von "Ultras" oder anderen Fans initiiert wurde!

Und zu den Ultras raus Rufen:
Die Ultras haben bestimmt schon einige positive Dinge getan, dennoch muss man sie nicht unbedingt mögen. Ist ja andersrum bei Kind das gleiche. Ohne Martin Kind würde H96 wohl noch immer in den unteren Ligen rumdümpeln. Darf man deswegen seinen Unmut über ihn nicht zum Ausdruck bringen?!
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BeitragVerfasst am: 11 Apr 2013 19:27   Titel: Antworten mit Zitat


*Sancho* hat folgendes geschrieben:
BTW:
Warum wird eigentlich, wenn es positives zu berichten gibt so getan als wäre Fanszene = Ultras, bei negativen Dingen hingegen bekommt man immer wieder eingeprügelt, dass man da diversifizieren muss...

Diese Aktion wurde nunmal von den Ultras ins Leben gerufen und organisiert. Da man aber selbstverständlich auf die Hilfe der anderen Fans angewiesen ist, ist es halt eine Aktion der gesamten Fanszene.


Zitat:

Und zu den Ultras raus Rufen:
Die Ultras haben bestimmt schon einige positive Dinge getan, dennoch muss man sie nicht unbedingt mögen. Ist ja andersrum bei Kind das gleiche. Ohne Martin Kind würde H96 wohl noch immer in den unteren Ligen rumdümpeln. Darf man deswegen seinen Unmut über ihn nicht zum Ausdruck bringen?!


Wo 96 ohne Kind stünde ist alles nur Spekulatius. Vielleicht wären die auch seitdem schon wieder Meister oder Pokalsieger gewesen, wer weiß?!
Dass man seinen Unmut über gewisse Dinge zum Ausdruck bringt ist ja okay. Da aber gerade am letzten Wochenende diese Aktion bekannt gemacht wurde und im Stadion direkt diese "Ultras raus" rufe kamen, habe ich halt eine etwas provozierende Ergänzung dazu abgegeben. Denn ohne Ultras gäbe es diese Aktion nicht. Und ob es ohne Ultras solch eine, oder ähnliche Aktionen jemals wieder geben würde ist auch zumindest fragwürdig, da der Gros der anderen Fans unorganisiert ist und es somit sehr schwer sein dürfte, sowas auf die Beine zu stellen.
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Alo Atog
Moderator
Moderator 

Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 17727
Wohnort: Bergisch Gladbach
BeitragVerfasst am: 11 Apr 2013 21:55   Titel: Antworten mit Zitat


Xanus hat folgendes geschrieben:
ob es ohne Ultras solch eine, oder ähnliche Aktionen jemals wieder geben würde ist auch zumindest fragwürdig


Nicht fragwürdig, sondern spekulativ

Es gab auch schon vor Zeiten der Ultras organisierte Fan-Gruppen, es gibt aktuell organisierte Fan-Gruppen und Fan-Aktionen die nicht von Ultra-Gruppen durchgeführt werden und es wird auch in einer Zukunft Aktionen geben die von Nicht-Ultras durchgeführt werden.
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BeitragVerfasst am: 11 Apr 2013 22:01   Titel: Antworten mit Zitat


Alo Atog hat folgendes geschrieben:
Es gab auch schon vor Zeiten der Ultras organisierte Fan-Gruppen, es gibt aktuell organisierte Fan-Gruppen und Fan-Aktionen die nicht von Ultra-Gruppen durchgeführt werden und es wird auch in einer Zukunft Aktionen geben die von Nicht-Ultras durchgeführt werden.

Das stimmt.
Organisierte "neue" Fankulturen gab es immer, ob es Kutten, Hooligans oder Ultras waren. Genauso wie das Nichtverstehen und Verteufeln selbiger. In 20 Jahren werde ich vielleicht auch über die Jungen schimpfen.
Soziales Engagement ist aber, soweit ich weiß, in der Form und Regelmäßigkeit schon etwas, was die Ultras relativ exklusiv haben. Ich hab ja schon das ein oder andere Buch, Magazin oder filmisches Material über die Fankultur in früheren Zeiten konsumiert und da ist mir sowas nicht aufgefallen oder ich hab es vergessen.

Falls da jemand anderes weiß, würde ich mich da aber auch berichtigen lassen.
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BeitragVerfasst am: 12 Apr 2013 13:48   Titel: Antworten mit Zitat


SteffenRSN hat folgendes geschrieben:

Alo Atog hat folgendes geschrieben:
Es gab auch schon vor Zeiten der Ultras organisierte Fan-Gruppen, es gibt aktuell organisierte Fan-Gruppen und Fan-Aktionen die nicht von Ultra-Gruppen durchgeführt werden und es wird auch in einer Zukunft Aktionen geben die von Nicht-Ultras durchgeführt werden.

Das stimmt.
Organisierte "neue" Fankulturen gab es immer, ob es Kutten, Hooligans oder Ultras waren. Genauso wie das Nichtverstehen und Verteufeln selbiger. In 20 Jahren werde ich vielleicht auch über die Jungen schimpfen.
Soziales Engagement ist aber, soweit ich weiß, in der Form und Regelmäßigkeit schon etwas, was die Ultras relativ exklusiv haben. Ich hab ja schon das ein oder andere Buch, Magazin oder filmisches Material über die Fankultur in früheren Zeiten konsumiert und da ist mir sowas nicht aufgefallen oder ich hab es vergessen.

Falls da jemand anderes weiß, würde ich mich da aber auch berichtigen lassen.


http://www.zebrakids-ev.de/web/ ist eine Initiative von MSV-Fans durch alle Schichten und Gruppierungen. Ich bin mir sicher, dass es ähnliche Dinge auch woanders gibt. Soziales Engagement ist nichts, was Ultras exklusiv für sich verbuchen können.
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BeitragVerfasst am: 12 Apr 2013 16:15   Titel: Antworten mit Zitat


rauuul hat folgendes geschrieben:
http://www.zebrakids-ev.de/web/ ist eine Initiative von MSV-Fans durch alle Schichten und Gruppierungen. Ich bin mir sicher, dass es ähnliche Dinge auch woanders gibt. Soziales Engagement ist nichts, was Ultras exklusiv für sich verbuchen können.

Ich meinte das eher im Vergleich zu früheren neuen, "hippen" Fankulturen.
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BeitragVerfasst am: 16 Jun 2013 15:15   Titel: Antworten mit Zitat

"Die Rolle der Beşiktaş-Ultras bei den Protesten von Istanbul

Die besten Fans der Welt

In der Türkei prügelt die Polizei friedliche Demonstranten nieder - doch die Ultras von Beşiktaş Istanbul stellen sich ihr in den Weg. Streitschlichter, Eingreiftruppe, Umweltschützer: Unser Autor Felix Dachsel erlebte vor Ort, wie sich Fans für die Freiheit ihres Landes einsetzen....."
http://www.11freunde.de/artikel/die-rolle-der-besiktas-ultras-bei-den-protesten-von-istanbul
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BeitragVerfasst am: 2 Jul 2013 09:45   Titel: Antworten mit Zitat

Teil einer Jugendbewegung

"Protestkultur wird in unserer überregulierten Bundesrepublik kriminalisiert"
Matthias Stein, Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte


Zitat:
Die Ultras - man kann Angst vor ihnen schüren oder sie differenziert betrachten: als die politisierte Jugend, von der es heißt, sie existiere gar nicht.

Istanbul, Taksimplatz. Die "Çarsi", die Ultras des Stadtteilklubs Besiktas, wurden während der Proteste gegen die Regierung Erdogan zu Volkshelden. Sie schützen die Demonstranten vor den Sonderkommandos, durchbrachen Polizeiketten und ermutigten andere zum zivilen Ungehorsam. Sie reihten sich nahtlos in die Bürgerbewegung ein.

Fußball war und ist politisch, in Brasilien wurde es sichtbar. Hunderttausende protestieren im Jahr vor der WM 2014 gegen überteuerte Stadien. In Ägypten zählten die Ultras des Kairoer Hauptstadtklubs al-Ahly zu den Hauptakteuren des Arabischen Frühlings bis zum Sturz des Mubarak-Regimes.

Und bei uns? Ultras gibt es hier auch. Wirklich die Bösen, wie der Bild-Mann meint? Die, die sich nur für ihren Verein interessieren, die gegen den kommerzorientierten Fußball sind und gern auch mal Steine schmeißen? Oder eben ganz anders: die, die wirklich etwas wollen, auch außerhalb der Stadien.
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BeitragVerfasst am: 2 Jul 2013 10:38   Titel: Antworten mit Zitat

Bei allem Respekt vor den Protestanten, frage ich mich was das ganze mit dem Thread zu tun hat? Es geht um Ultras als Fans und nicht um das, was sie außerhalb des Komplexes Fußball so treiben.

Egal wie politisch engagiert sie sind, relativiert das nicht ihr Verhalten im Stadion.

Wenn da hunderte Priester beigewesen wären, würde mich das auch nicht dazu bewegen, deren Meinung zu Abtreibung besser zu finden.
Und ich werde sicher jetzt nicht die Grünen wählen, weil Claudia Roth mit dabei war.
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BeitragVerfasst am: 3 Jul 2013 09:34   Titel: Antworten mit Zitat

Waldraff will Ultras den Marsch blasen


Zitat:
Mit einem höchst ungewöhnlichen Vorschlag hat Matthias Waldraff, Oberbürgermeisterkandidat der CDU, das Publikum einer Diskussionsveranstaltung in der HDI-Arena am Maschsee überrascht. Spielmannszüge von Schützenvereinen und Kapellen hannoverscher Feuerwehren sollen künftig während der Bundesliga-Spiele von Hannover 96 auf den Tribünen für Atmosphäre sorgen. „Meine Idee ist, eine Gegenkultur zu den Ultras aufzubauen, die glauben, ihr größtes Kapital wäre es, im Stadion allein für Stimmung sorgen zu können.“ Musikzüge wären eine bunte Ergänzung zur ritualisierten Stimmung und ließen ein Stück Hannover Einzug in die Arena halten. „Das ist nicht nur Rum-Ta-Ta, sondern ein relativ hohes musikalisches Niveau.“



Allerdings auch etwas Positives:

Zitat:
Nach Monaten der Konfrontation, in denen der 96-Chef bei Heimspielen von Fans massiv beschimpft wurde, will sich Kind den Ultras dennoch annähern und offenbar in der kommenden Saison einige Privilegien zugestehen, die er kassiert hatte. Dies deutete der 96-Chef bei der Diskussion an. Details wollte er auf Nachfrage nicht nennen.

Denkbar scheint, dass Fans vom Klub wieder einen Container auf dem Stadiongelände gestellt bekommen. Dort hatten sie bislang zum Beispiel Fahnen und sonstiges Material unterbringen können, das sie etwa für Choreografien benötigen.
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Megget
Fanwear
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Anmeldungsdatum: 23.07.2006
Beiträge: 11594
Wohnort: Hannover
BeitragVerfasst am: 3 Jul 2013 12:10   Titel: Antworten mit Zitat


SteffenRSN hat folgendes geschrieben:
Waldraff will Ultras den Marsch blasen


Zitat:
Mit einem höchst ungewöhnlichen Vorschlag hat Matthias Waldraff, Oberbürgermeisterkandidat der CDU, das Publikum einer Diskussionsveranstaltung in der HDI-Arena am Maschsee überrascht. Spielmannszüge von Schützenvereinen und Kapellen hannoverscher Feuerwehren sollen künftig während der Bundesliga-Spiele von Hannover 96 auf den Tribünen für Atmosphäre sorgen. „Meine Idee ist, eine Gegenkultur zu den Ultras aufzubauen, die glauben, ihr größtes Kapital wäre es, im Stadion allein für Stimmung sorgen zu können.“ Musikzüge wären eine bunte Ergänzung zur ritualisierten Stimmung und ließen ein Stück Hannover Einzug in die Arena halten. „Das ist nicht nur Rum-Ta-Ta, sondern ein relativ hohes musikalisches Niveau.“



Allerdings auch etwas Positives:

Zitat:
Nach Monaten der Konfrontation, in denen der 96-Chef bei Heimspielen von Fans massiv beschimpft wurde, will sich Kind den Ultras dennoch annähern und offenbar in der kommenden Saison einige Privilegien zugestehen, die er kassiert hatte. Dies deutete der 96-Chef bei der Diskussion an. Details wollte er auf Nachfrage nicht nennen.

Denkbar scheint, dass Fans vom Klub wieder einen Container auf dem Stadiongelände gestellt bekommen. Dort hatten sie bislang zum Beispiel Fahnen und sonstiges Material unterbringen können, das sie etwa für Choreografien benötigen.


Wollts auch gerade posten.
Was für ein Vogel

Ich weiß ganz genau, wessen Stimme der bei der OB Wahl er demnächst nicht kriegt


Blasen gegen Fangewalt
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*Sancho*
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Anmeldungsdatum: 15.07.2011
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BeitragVerfasst am: 3 Jul 2013 12:21   Titel: Antworten mit Zitat

Na Trompeter gibt's ja eh schon!

Im Grunde halte ich musikalische Begleitung gar nicht so verkehrt, aber ob's unbedingt ein Spielmannszug sein muß.... Ab sowas ähnliches mal bei Celtic Glasgow mitbekommen. Da waren ca 20 Leute mit Dudelsäcken und Drums da, das hat sich schon recht gut angehört. Kennt man ja auch von Spielen der schottischen Nationalmannschaft.

Wenns gut umgesetzt wird, kann man die Idee ansich schon aufgreifen. Was mich aber daran stört, ist die Position, das explizit als Aktion gegen Ultras anzusetzen. Da macht der gute Herr nämlich genau das gleiche was ich bei einigen Ultras auch verurteile - sich selbst, bzw eine Stadiongruppierung über andere zu stellen...
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